Kurzfilmreihe:

Bloß nicht nach Deutschland - Jacou, Fernand, Maurice,  Pierre


ANDRE BRESSON - genannt JACOU: Auf dem Fußballplatz hört der 17-jährige Südfranzose Jacou 1944 von seinen Freunden: die deutschen Besatzer holen die jungen Männer zur Zwangsarbeit in Deutschland ab. Er will bloß nicht nach Deutschland! Gegen den Willen seiner Familie geht er in die Berge zu einer Widerstandgruppe. Er wird Saboteur. August 1944 soll er helfen, die rückziehenden deutschen Soldaten aufzuhal­ten. Beim Werfen einer Granate wird er tödlich getroffen. War er zu jung und zu mutig? Verbittert erzählt seine 95-jährige Schwester seine Geschichte. Die beiden letzten noch le­benden Resistance-Kämpfer des Dorfes, Maurice Yves Castanier und Fernand Rouyre, 91 und 92 Jahre alt, versuchen seinen Tod zu rekonstruieren.


FERNAND ROUYRE: Eines Abends warnt der Dorf-Gendarm Fernand und seine Brüder: er soll sie am nächsten Morgen abholen und nach Nîmes bringen... Die drei gehen in die Berge, zum „Maquis“, den Widerstandsgruppen. Fernand kann als Jäger mit der Waffe umgehen. Er kämpft in der Schlacht von Vigan gegen die Deutschen. Ende des Krieges bewacht er einen deutschen Gefangenen. Sie kommen miteinander aus.


MAURICE YVES CASTANIER: Der Sohn des Fabrikbesitzers ist nicht einverstanden mit der deutschen Besatzung. Kampf mit der Waffe ist aber nicht sein Ding. Er sucht Kontakt zum Pastor und Widerstandskämpfer Olivès und betätigt sich im Hintergrund: Verbindungen schaffen, Transporte und Lebensmittel für die Gruppen in den Bergen organisieren. Er bezahlt mit 5 Monaten Gestapohaft für seinen Widerstand.



PIERRE BONNET: Im Frühjahr 1944 überkommt Pierre Bonnet aus Ganges die Angst: vielleicht kommen ihn die Deutschen holen, weil er zuviel vom Widerstand mitbekommen hat. Er geht in den Busch, zum „Maquis“. Pierre erzählt vom Alltag bei den versteckten Widerstandgruppen in Esperou hoch oben in den Bergen,  vom  einseitigem Menu aus Schaffleisch und Käse, von Gewehr putzen, Warten und der Angst beim Schusswechsel.